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Impressum

Krankheiten

Hundekrankheiten

Staupe      Parvovirose(Katzenseuche)    Tollwut     Zwingerhusten

Magendrehung      Babesiose      Ehrlichiose      Leishmaniose      Borreliose

Dirofilariose (Herzwürmer)

krankerhund
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Staupe

Einer der bekanntesten und gefährlichsten Infektionskrankheiten der Hunde ist die Staupe.
Die Ansteckung erfolgt meist durch den direkten Kontakt von Hund zu Hund, aber auch bei einem Waldspaziergang. Das Staupevirus kann auch indirekt durch Einschleppung mit Schuhen, Kleidung oder ähnlichem übertragen werden.
Nach der Ansteckung treten nach ca. einer Woche die ersten Krankheitssymptome auf.
Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber, Augen- und Nasenausfluss und Appetitlosigkeit bis zur Nahrungsverweigerung.

Man unterscheidet drei Krankheitsverlaufsformen:

Darmstaupe
Der Hund leidet an fast unstillbarem wässrigen bis blutigen Durchfall und an starkem Erbrechen.

Lungenstaupe
Der Hund leidet an quälendem Husten, Atembeschwerden und bekommt
eine Lungenentzündung

Nervenstaupe
Der Hund leidet an Krämpfen, Lähmungen und Gleichgewichtsstörungen. Da das Virus das Gehirn schädigt, ist das Erscheinungsbild vergleichbar mit der Epilepsie.

Der Schweregrad der verschiedenen Verlaufsformen kann variieren und auch ineinander übergehen. Meistens enden die Staupe-Erkrankungen tödlich. Lassen Sie daher Ihren Hund immer gegen das Staupevirus impfen.

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Parvovirose(Katzenseuche)

Eine für Hunde meist tödliche Virusinfektion, die besonders häufig auftritt.
Das Parvovirus ist extrem widerstandsfähig und kann Jahre in der Außenwelt überleben. Virushaltiger Hundekot ist die Hauptursache für eine Ansteckung. Praktisch stellt jedes "Hundehäufchen" eine Gefahr dar. Sei es, dass Ihr Hund daran schnuppert oder das Sie selbst das Virus mit nach Hause bringen.
Die Erkrankung kann rasant verlaufen und innerhalb weniger Stunden zum Herztod führen.
Welpen sind besonders gefährdet, daher empfiehlt sich bereits eine Impfung in der sechsten Lebenswoche. Bei älteren Tieren beginnt die Krankheit meist mit Magen-Darm-Entzündungen, die sich durch Fieber, starkem Erbrechen und Durchfall (wässrig, schleimig oder blutig) äußern.
Die Tiere fressen nicht und verlieren sehr viel Flüssigkeit, was schließlich zum Tode führt.
Nur eine frühzeitige Impfung kann diese Infektionskrankheit verhindern.

 

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Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine virusbedingte Infektionskrankheit, welche vorwiegend Säugetiere befällt und selten auch Vögel.         

Das Tollwutvirus wird von einem Hauptwirt beherbergt, dies können insbesondere Hunde, Füchse und Fledermäuse sein. Durch sie werden  weitere Tiere infiziert. Die intakte Haut wird vom Virus nicht durchdrungen. Eine Möglichkeit der Infektion besteht durch die unverletzte Schleimhaut (Nase, Mund).  Die entscheidende Rolle für eine Ansteckung spielt die Bissverletzung. Die Inkubationszeit ist abhängig von der Lage der Infektionsstelle und der Virusmenge und schwankt zwischen 2-8 Wochen, beim Pferd bis zu einem halben Jahr. Die Krankheitsdauer beträgt 1-7 Tage. 

Man unterscheidet die rasende und stille Form

1. rasende Form: beginnt mit Wesensveränderungen, die Tiere werden unruhig, bellen unmotiviert und zeigen eine allgemeine Übererregbarkeit. Der Geschlechtstrieb wird gesteigert. Zunahme der Erregbarkeit, diese zeigen sich durch Entweichen und Angriffslust. Nach diesem Stadium setzen Lähmungen ein, diese zeigen sich durch heiseres Bellen, Speichel mit Erstickungsanfällen, Herabhängen des Unterkiefers mit evtl. Vorfall der Zunge und zunehmender Nachhandlähmung bis zum Festliegen.

2. stille Form:   Die Anfangssymptome, wie bei der rasenden Wut, gehen rasch in Lähmungen über. Es können beim Krankheitsverlauf Krämpfe auftreten.

Selten kommt es auch zur rekurrierenden Tollwut, bei dieser bessern sich zunächst die klinischen Anzeichen, treten aber erneut auf und führen dann zum Tod.

Erreger

Das Tollwutvirus gehört zur Familie der Rhabdoviren. Es besitzt eine geschoßförmige Gestalt und besteht aus 2 unterschiedlich dichten Membranen, welche ein helikales Nukleokapsid umhüllen. Das Tollwutvirus ist wärmeempfindlich und nicht resistent im Ultra violettem Licht. Es verträgt allerdings Kälte, Trockenheit und sogar Fäulnis.

Vorkommen und Ausbreitung: Diese Infektion ist weltweit verbreitet!

Australien, so wie einige weitere Inseln sind auf Grund ihrer Lage Tollwut frei. Finnland, Schweden, Norwegen, Großbritannien, Irland, Portugal, Malta, Zypern und Bulgarien sind ebenfalls von Tollwut befreit.

Bekämpfung u. Behandlung

Behandlungsverbot bei tollwutkranken oder tollwutverdächtigen Tieren!

Meldepflichtig! Bei Verdacht Tierarzt bzw. Amtstierarzt informieren!

Tollwutverdacht besteht auch dann , wenn ein Kontakt mit einem tollwutkranken oder tollwutverdächtigen  Tier nur vermutet wird. In einem solchen Fall kann die Tötung angeordnet werden. Nur Tiere mit Impfschutz können bei einem Kontakt mit einem tollwutkranken oder tollwutverdächtigen Tier erneut geimpft werden. Eine Tötung wird in der Regel dann nicht angeordnet. Quarantäne spielt eine wichtige Rolle in der Bekämpfung von Tollwut.  Beschränkung der Bewegungsfreiheit von Hund (und Katze).

Regelmäßige Impfung der Haustiere!

Achtung! Nach Tierbissen (insbesondere Hund, Katze und Wildtiere) den Hausarzt konsultieren. 

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Zwingerhusten

Der Zwingerhusten ist einer Erkrankung der Luftröhre und der Bronchien. Mehrere ungünstige Ursachen tragen zum Ausbruch der Krankheit bei.
Die Ursache für den Husten sind verschiedene Erreger. Zum Anderen können Feuchtigkeit, Durchzug oder auch die Haltung mehrere Hunde auf engem Raum die Krankheit begünstigen.
Jeder Hund kann betroffen sein, der Kontakt mit Artgenossen hat, zum Beispiel beim Spaziergang oder auf Ausstellungen.
Meist fängt die Krankheit mit quälendem, trockenem Husten und Nasen- bzw. Augenausfluss an und beeinträchtigt das Allgemeinbefinden und die Leistungsfähigkeit der Hunde.
Wird der Husten nicht rechtzeitig behandelt, kann es zu einer Lungenentzündung kommen.
Eine tierärztliche Behandlung ist zwingend notwendig und kann sich über viele Wochen hinziehen.

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Magendrehung

Die Magendrehung ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die in wenigen Stunden zum Tod des Hundes führen kann. Der Hund muss sofort zum Tierarzt gebracht werden.

Wie kommt es zur Magendrehung?
Die genaue Ursache für die Entstehung der Magendrehung ist bisher noch nicht bekannt. In den meisten Fällen besteht ein enger Zusammenhang mit der Futteraufnahme wie etwa eine schnelle Aufnahme großer Futter- und Wassermengen. Durch die zusätzliche Wasseraufnahme quillt das Futter, wodurch sich das Volumen vergrößert. Es kommt so zur Magenüberladung.

Hier sind futterneidische Hunde, die ihr Futter gierig verschlingen, anfälliger als andere. Eine weitere Ursache kann die Gabe von zu großen Fleischstücken sein, bei deren Aufnahme vermehrt Luft geschluckt wird. Eine erhöhte Keimbelastung des Futters ist ein weiteres Risiko für die Gasbildung im Magen.

Auch vermeiden Sie bitte die sofortige Gabe von Wasser zum Trockenfutter (auch wenn es jeweils auf der Packung steht), da das Trockenfutter im Magen durch die Flüssigkeitszufuhr aufquellen kann. Machen Sie hier doch mal den Selbsttest mit Ihrem Futter - hat einen ähnlichen Effekt wie ein Gummibärchen im Wasserglas. Der Hund wird sicherlich nicht verdursten, wenn Sie bis zur Wassergabe einige Zeit verstreichen lassen. Besser ist es sowieso, wenn Sie das Trockenfutter schon im Vorfeld mit Wasser leicht quellen lassen, um die Verdaulichkeit zu erhöhen.

Dies ist ein weiter Faktor im Bezug auf die Magendrehung: Die Verdaulichkeit des Futters und damit sein Verbleib im Magen. Durch die bakterielle Zersetzung von kohlenhydratreichem Futter kann eine erhöhte Gasbildung im Magen des Hundes erfolgen.

Aus diesen Gründen hat Ihnen Ihr Züchter sicherlich empfohlen, die Tagesration des Hundes auf mehrere kleine Rationen zu verteilen. Auch sollte der Hund nach dem Essen zur Ruhe kommen können (Achten Sie bitte hier auch auf Ihre Kinder).

Schaden kann es auch nicht, den Hund leicht erhöht zu füttern, um das Schlucken von Luft bei der Nahrungsaufnahme zu reduzieren. Hinzuzufügen ist hier allerdings, dass die Magendrehung auch schon bei leerem Magen beobachtet wurde. Auch kann die Veranlagung des jeweiligen Hundes eine Rolle spielen. Hier kann Ihnen sicherlich Ihr Züchter weitere Auskünfte über die "Familie" geben.

Wie erkenne ich eine Magendrehung?
Die Hunde beginnen meist rastlos herum zu laufen, legen sich hin um direkt wieder hektisch aufzuspringen, oberflächliche, erschwerte Atmung, Speicheln, erfolglose Würgeerscheinungen (Brechreiz), zum Teil teilnahmsloser oder schmerzverzerrter Ausdruck. Die Hunde sind kaum ansprechbar krümmen den Rücken und haben eine gespannte, harte Bauchdecke. Beobachten Sie die Bauchdecke des Hundes, ist sie auf einer Seite stark aufgetrieben, sollten Sie umgehend den Tierarzt aufsuchen - kündigen Sie Ihr Kommen vorher telefonisch an, damit der Tierarzt alles parat hat. Es kommt in solchen Momenten auf jede Minute an, also sollte auch der Tierarzt in der Nähe sein damit man mit der Hinfahrt nicht wertvolle Zeit verschwendet.

Was passiert eigentlich bei der Magendrehung?
Es kommt zu einer raschen Zustandsverschlechterung, wenn der überdehnte und gedrehte Magen auf die großen Bauchgefäße Druck ausübt. Dieser Druck führt zu einem verringerten Blutfluss zum Magen und zu anderen lebenswichtigen Organen wie Niere und Leber, die Folge ist ein verringertes Auswurfvolumen des Herzens und die Entstehung starker Kreislaufbeschwerden und eines Schocks, der durch starke Gewebsschädigung bald zum Tode führt.

Weiterhin wird das Volumen der einzelnen Atemzüge durch den anhaltenden Druck auf das Zwerchfell verringert. Der Magen kann sich im übrigen in beide Richtungen, das heißt im Uhrzeigersinn wie auch gegen diesen drehen. Auch wenn sich der Magen nur zum Teil gedreht hat, kann er hierbei stark aufgasen.

In 99 Prozent der Fälle wurde bei den Operationen festgestellt, dass sich der Magen um seine Längs- und Querachse gedreht hat, häufig auch im Uhrzeigersinn. Eine Magendrehung läuft bei den einzelnen Hunden in unterschiedlicher Geschwindigkeit ab.

Wie geht der Tierarzt vor?
Als erstes versucht der Tierarzt, den Druck im Magen zu senken. Dies erfolgt in der Regel mittels einer Magensonde, wenn möglich, ohne Narkose. Sollte dies nicht gelingen, muss sofort operiert werden, eine Narkose ist hier selbstverständlich notwendig.

Für die Nachbehandlung sind Sie und Ihr Tierarzt verantwortlich.

Sicherlich können aber die nachfolgend aufgeführten Maßnahmen als erste Ansätze helfen.

Vorbeugende Maßnahmen:

  • beim Essen und auch danach sollte der Hund Ruhe haben
  • die Tagesration des Hundes auf zwei bis drei Mahlzeiten verteilen
  • kein Wasser zum Trockenfutter bereitstellen, besser das Trockenfutter vorher einweichen
  • keine zu großen Fleischstücke anbieten, da hierbei häufig Luft geschluckt wird
  • das Futter dem Hund erhöht anbieten (Futterständer)
  • das Futter sollte hygienisch einwandfrei sein
  • auf die Verdaulichkeit des Futters achten
  • kein stark kohlenhydratreiches Futter anbieten

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Krankheiten aus südlichen Ländern:

Babesiose

Babesiose ist eine akut bis chronisch verlaufende Erkrankung, die durch einzellige Parasiten (Babesien) verursacht wird.

Verbreitung:
Babesien treten weltweit, vor allem aber in den Tropen, den USA und den Mittelmeerländern auf.

Übertragung:
Die Übertragung der Babesien erfolgt durch folgende Zeckenarten: Rhipicephalus, Dermacentor, Haemaphysalis und Ixodes-Arten. Mit dem Speichel der Zecken gelangen die Entwicklungsstadien der Babesien ins Blut, dringen danach in die roten Blutkörperchen des Wirtes ein und zerstören diese.

Krankheitsbild:
Nach einer Inkubationszeit von zehn Tagen bis drei Wochen treten infolge der massiven Zerstörung der roten Blutkörperchen folgende Symptome auf:

  • Mattigkeit
  • Fieber bis 42 Grad
  • allgemeine Schwäche
  • rotbraun gefärbter Harn (durch die Ausscheidung des abgebauten Blutfarbstoffes)
  • Nierenversagen
  • Gelbsucht

Diagnose:
Nachweis der Babesien in den roten Blutkörperchen im Blutausstrich.

Therapie:
Bluttransfusionen, Chemotherapeutika (Clindamycin, Chininsulfat)

Prophylaxe:
Zeckenbekämpfung

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Ehrlichiose

Die Ehrlichiose tritt häufig gemeinsam mit der Babesiose auf, da beide Erreger von denselben Zecken übertragen werden.

Übertragung:
Verursacht wird die Ehrlichiose durch Kleinstorganismen (Rickettsien), die sich in den weißen Blutzellen des Hundes festsetzen und von diesen in Lymphknoten, Leber und Milz, später auch in andere Organe transportiert werden.

Krankheitsbild:
Ein bis drei Wochen nach der Ansteckung kommt es zum Krankheitsausbruch mit Fieberschüben bis 41 Grad Celsius, Appetitlosigkeit, Lymphknotenschwellungen, Krampfanfällen und Blutungsneigung. Blutungen können sichtbar auf Haut und Schleimhäuten oder unsichtbar in Gelenken auftreten. Später können sich Knochenmarkschäden und chronische Blutarmut einstellen.

Hämobartonellose:
Der Erreger Hämobartonella Canis (Rickettsien) wird durch Zecken (Rhipicephalus sanguineus) und evtl. Flöhe übertragen. Der Erreger kommt in allen südlichen Ländern, besonders im Mittelmeerraum, vor. Inzwischen spricht man auch von einem Vorkommen in Deutschland, wo die Zecke mit Tieren und Pflanzen eingeschleppt wurde.

Inkubationszeit:
  2- 14 Tage

Krankheitsverlauf:
Die Symptome sind Müdigkeit und eine sich langsam entwickelnde Anämie. Die Prognose hängt vom Gesamtzustand und der Schwächung des Tieres ab.

Diagnose:
direkter Erregernachweis im gefärbten Blutausstrich

Therapie:
Caparsolate, Doxycyclin, evtl. Bluttransfusionen

Prophylaxe :
Ein wirksamer Zecken- und Flohschutz durch Parasitenhalsband (z. B. Kiltix, Scalibor) oder Spot-On-Präparaten (z. B. Exspot, Frontline – auch als Spray erhältlich) ist in endemischen Gebieten unerlässlich. Zusätzlich sollte der Hund nach jedem Spaziergang sorgfältig abgesucht und Zecken sofort entfernt werden .

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Leishmaniose

Verbreitung:
Bei dem Krankheitserreger handelt es sich um einen Parasiten (Geißeltierchen wie bei Malaria), der durch eine spezielle Sandfliege/Schmetterlingsmücke verbreitet wird. Diese kommt in südlichen Ländern vor (Tropen, Subtropen und Mittelmeerraum). Begünstigt wird die Verbreitung durch Feuchtgebiete (auch gut gewässerte Gärten, Sumpfgebiete, Müllkippen in Wassernähe etc.).

Krankheitsbild:
Der Hund ist nach der Infektion zunächst unauffällig. Bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen Monate, manchmal Jahre. Zusätzlich auslösender Faktor scheint großer Stress zu sein (Operation, dramatische Veränderung des Umfeldes, in südlichen Ländern leider immer noch Quälerei oder ein anderer Stressfaktor bzw. eine Schwächung des Immunsystems). Der Hund wird apathisch, lustlos und ist schnell erschöpft. Ein massiver Gewichtsverlust, ausgelöst durch Appetitmangel und schwere Durchfälle mit Erbrechen begleiten die Krankheit im Anfangsstadium.

Hautveränderungen, die mit Räude, Demodexmilben und vielleicht auch mit Hitzestippen verwechselt werden, treten im weiteren Verlauf der Krankheit auf. Auffallend sind Schorfbildung an der Nase, den Ohrenrändern und zwischen den Pfotenballen, schuppendes Fell und ein starker Juckreiz, wobei das Fell ausfällt. An den Läufen und in der Leistengegend bilden sich kahle Stellen, die sogar bluten können. Im Gesicht des Hundes tauchen Schwellungen (geschwollene Lymphknoten) auf. Gleiches gilt für die Leistengegend.

Es kann zu einer zeitweiligen Lahmheit kommen, bei der der Hund nicht mehr alle Extremitäten belastet, weil die Schmerzen zu stark sind. Auch Anzeichen einer "Erkältung" mit einem der genannten Symptome zusammen können auf Leishmaniose hinweisen.

Die Ausscheidungen des erkrankten Tieres riechen sehr stark, so dass jemand, der damit etwas Erfahrung hat, die Krankheit sogar riechen kann.

Auch die Netzhaut verändert sich. Diese sollte regelmäßig auf Einblutungen überprüft werden. Gleiches gilt für den Augeninnendruck und eventuelle Entzündungen des Innenauges. Unbehandelt hat der Hund keine Überlebenschance, denn er stirbt nicht an den Geißeltierchen, die ihn befallen haben, sondern an einer Zersetzung der inneren Organe und am Versagen des gesamten Immunsystems.

Therapie:
Es gibt eine Art "Chemotherapie", bei der Antimonpräparate (Glucantime oder Pentostam) gespritzt werden. Hierbei wird jedoch das Abwehrsystem des Tieres beeinträchtigt und d dadurch zusätzlich geschwächt. Aufgrund der Nebenwirkungen, die Pausen in der Behandlung erforderlich macht, muss ein massiver Leberschutz gegeben werden. Abgesehen von den Nebenwirkungen ist auch die teuerste Variante. Das Leiden des ohnehin schon sehr kranken Tieres wird auf diese Art nicht gelindert. Diese Methode sollte daher besonders schweren Fällen in fortgeschrittenem Stadium vorbehalten bleiben.

Von verschiedenen Tierärzten aus dem In- und Ausland wird die Behandlung mit Allopurinol (Tabletten) erfolgreich praktiziert. Dieses Medikament ist für einen geringen Preis in jeder Apotheke zu bekommen. Es wird bei Menschen gegen Gicht eingesetzt, dem Hund hilft es gegen die Leishmaniose. Eine Kur von 50 Tagen (Allopurinol 300) sollte den ersten Erfolg nach 4 bis 5 Wochen a nzeigen. Auch dieses Medikament hat natürlich Nebenwirkungen. So sieht es oft aus, als hätte der Hund einen Gichtanfall (tatsächlich handelt es sich um krankheitsbedingten Muskelschwund). Übelkeit und Erbrechen treten auf, was sich aber meist bald gibt.

Die Dosierung und ergänzende Behandlung sollte unbedingt mit dem Tierarzt des Vertrauens abgesprochen werden. Allopurinol ist auch für eine Langzeit-/Dauerbehandlung geeignet ( Allopurinol 100). Noch relativ neu ist die Behandlung mit Miltefosin (Hersteller ASTA Medica). Dieses Mittel wurde ursprünglich im Bereich der Behandlung von Tumoren entwickelt und eingesetzt, hat sich aber hervorragend zur Behandlung der Leishmaniose gezeigt. Selbst bei der viszeralen Form, bei der Allopurinol oft nicht mehr ausreicht, konnten gute Erfolge erzielt werden. Allerdings kann es dabei zu Blutungen kommen (Nase, bei Weibchen aus der Scheide). Die Behandlung ist dann durch blutstillende Mittel zu ergänzen.

Prophylaxe:
Bisher ist kein Impfschutz möglich. Das Einreiben mit Insektenschutzmitteln bietet zwar keinen sicheren Schutz, hilft aber etwas. Neu auf dem Markt sind spezielle Halsbänder SCALIBOR (Hersteller Hoechst Roussel Vet). Erhältlich sind diese bei den Tierärzten. Da die Sandfliegen insbesondere in der Dämmerung aktiv sind, sollten in dieser Zeit die Hunde im Haus gehalten werden.

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Lyme-Borreliose

Der Erreger der Lyme-Borreliose , Borrelia burgdorferi, wir der Familie der Spirochaetaceae zugerechnet.. Die Verbreitung erstreckt sich rund um den Globus. In Mitteleuropa werden die Borrelien von der dreiwirtigen Schildzecke (Ixodes ricinus) übertragen, es können ALLE Zeckenstadien infiziert sein. Die Bakterien, die im Darm der Zecke leben, werden durch die Blutmahlzeit aktiv. Nachdem der Hund von der Zecke gestochen wurde, dauert es ca. 24 Stunden bis die Bakterien in den Hund eingedrungen sind. Eine umsichtige Entfernung der Zecken vor dieser Zeit kann die Infektion verhindern! Endemische Gebiete stellen vor allem Flussniederungen dar. Hauptsächliche Wirte der Borrelien sind vor allem Nager und Insektenfresser. Die Zecken sind vor allem von März bis Oktober aktiv, wobei die höchste Aktivität auf die Monate April bis Juli und September fällt.

Krankheitsverlauf:
Symptome der Borreliose können sein: einzelne oder wiederkehrende Fieberschübe, Lethargie, Fressunlust und Gewichtsverlust, Lahmheit und Lymphknotenschwellungen. Es kann aber auch zu Herzbeschwerden, neurologischen Auffälligkeiten oder Nierenerkrankungen kommen. Bei länger andauernder, wechselnder Lahmheit oder Arthritis sollte an eine Borreliose gedacht und diese ausgeschlossen werden.

Diagnose:
Die Diagnosestellung bei der Borreliose ist aufgrund der unspezifischen Symptome schwierig. Dabei sollte der Nachweis aufgrund der Fragestellung erfolgen. Es gibt hierzu verschiedene Möglichkeiten:

  • Borreliose-Antikörpertiter: Immunfluoreszenztest, der Antikörper frühestens 2 Wochen nach Infektion nachweist; früher ist höchstens ein Erregernachweis möglich.
  • Borreliose-Immunoblot: Durch diesen serologischen Test werden Antikörper gegen einzelne Borrelien-Antigenfraktionen nachgewiesen. Dieser Test ist spezifischer und auch aufwendiger und teurer als der Immunfluoreszenztest. Sinnvoll zur Abklärung niedriger oder fraglicher Titer.
  • Borrelien-PCR (Polymerase-Kettenreaktions-Test): Direktnachweis (schnell und sehr empfindlich), benötigtes Untersuchungsmaterial z. B. Gelenksflüssigkeit.

Therapie:
Tetrazykline: 10-22mg/kg KG, Amoxicillin 11-22mg/kg KG, Doxycyclin 5mg/kg KG - 2x tägl. über mindestens 14 Tage!!

Prophylaxe:
Ein wirksamer Zeckenschutz durch Parasitenhalsband (z. B. Kiltix, Scalibor) oder Spot-On-Präparaten (z. B. Exspot, Frontline – auch als Spray erhältlich) ist in endemischen Gebieten unerlässlich. Zusätzlich sollte der Hund nach jedem Spaziergang sorgfältig abgesucht und Zecken sofort entfernt werden.

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Dirofilariose (Herzwürmer)

Erreger ist Dirofilaria immitis, eine Filarienart. Er ist obligat zweiwirtig. Ca. 60 verschiedene Stechmückenarten übertragen die Mikrofilarien (die Vermehrungsform). Daraus entwickeln sich im Endwirt Hund die adulten Herzwürmer oder Makrofilarien. Diese Makrofilarien finden sich in großer Zahl im rechten Herzen, der gr. Lungenarterie, der gr. Hohlvene und gelegentlich in anderen Organen. Blutgefäße und Arterien können dadurch verstopfen und es kommt zu Einschränkungen der Herzfunktion. Die Makrofilarien sind 1 mm dick und 20-30 cm lang. Das Erregerreservoir bilden latent infizierte Hunde.

Das Vorkommen der Krankheit wird durch die Verbreitung der Stechmücken bestimmt. Das größte Infektionsrisiko haben in Europa die Mittelmeerländer.

Die Ausprägung der Symptome ist von Anzahl und Lokalisation der Makrofilarien abhängig. Die Patienten ermüden schnell und zeigen Atemnot, Husten, Herzrasen, Herzerweiterung, Leberstauung, Bauchwassersucht, Wasser in den Beinen. Der direkte Nachweis der Mikrofilarien erfolgt durch mikroskopische Untersuchung des Kapillarausstrichs. Die Blutprobe muss abends entnommen werden, weil dann die Mikrofilarien am zahlreichsten im Blut vorkommen. Die Untersuchung auf adulte Filarien erfolgt über Antigennachweis im Serum.

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